Radon – Die lauernde Gefahr im Erdreich

Radon ist ein radioaktives Bodengas, welches unbemerkt aus dem Erdreich in Gebäude gelangen kann. Ohne ausreichenden Luftaustausch oder geeignete Schutzmaßnahmen sammelt und verteilt sich das Gas im Gebäude. Radon wird in den kontaminierten Gebäudeteilen über die Atemluft aufgenommen und ist gesundheitsschädlich.

Wie gelangt Radon in Gebäude?

  • Fugen zwischen Fundament und Kellerwänden
  • Risse in Fundament und Wänden
  • Durchführungen von Versorgungsleitungen
  • Kabelschächte, Leitungen etc.
  • Diffusion durch Bauteile

Warum ist Radon gesundheitsschädlich?

Über die Zeit zerfällt Radon und die radioaktiven Folgeprodukte (Polonium, Bismut, Blei) binden sich an Schwebeteilchen wie Feinstaub. Menschen die sich in kontaminierten Gebäudebereichen aufhalten, nehmen Radon schließlich beim Atmen ein. Durch die Atmung können sich die kontaminierten Schwebeteilchen in der Lunge ablagern. In Deutschland sind etwa 5% der tödliche Lungenerkrankungen, wie Lungenkrebs, auf eine erhöhte Radonkonzentration zurückzuführen.

Radonkonzentration – Deutschland

Radonkonzentration in der Bodenluft

Radonkonzentration in Wohnungen

Radon-Versorgegebiete

Radonkonzentration in der Bodenluft

Radonkonzentration in Wohnungen

Radon-Versorgegebiete


Wie kann man Radon messen?

Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt zur Messung der Radonkonzentration den Einsatz von geprüften Exposimetern mit Kernspurdetektoren. Diese Messgeräte sollten in allen Räumen installiert werden, die nicht nur zum vorübergehenden Aufenthalt bestimmt sind. Die Messungen sollten mit einer Radonfachperson geplant und durchgeführt werden. Empfohlen wird eine Messdauer von mindestens einem Jahr bei gleichem Standort des Messgeräts, um verlässliche Ergebnisse zu erhalten. Bei erhöhten Radonkonzentrationen sollte eine Ursachenanalyse der erhöhten Exposition erfolgen in Bezug auf Radonquellen, Eintritts- und Ausbreitungswege.

Wie kann man sich gegen Radon schützen?

Zum sicheren Schutz vor Radonstrahlung ist vor allem eine ausreichende Abdichtung der erdberührten Gebäudeteile notwendig. Dafür eignen sich Produkte von Jaeger aus dem Waterproofing Bereich, die bei der Betonabdichtung der Bauwerke die Radondichtheit erfüllen. Jaeger bietet dafür zertifizierte, radondichte Abdichtbahnen.

Frischbeton Verbundsystem

Die Doubleflex Fully Bonded Sheet Membrane ist eine Frischbetonverbundfolie mit mechanischem Verbund, welche rissüberbrückend, druckwasserdicht und hinterlaufsicher ist. Die Membrane kann gemäß G. Keller als radondicht bezeichnet werden.

Post Applied

Die Doublestick Fully bonded Sheet Membrane (FBM-PA) ist eine selbstklebende Außenwandabdichtung, welche nachträglich auf erhärtetem Beton oder auf Fertigteilbeton appliziert werden kann. Diese Memrbrane wird als radonhemmend eingestuft, und kann damit als Radonbarriere eingesetzt werden.

FAQ


Radon kommt im gasförmigen Teil des Erdbodens überall auf der Welt vor. Die Verteilung von Radon ist dabei abhängig von der Bodenbeschaffenheit. Typische Gegenden von Radon sind Böden mit Granit- und Vulkangestein sowie Schwarzschiefer. Die Radonbelastung ist lokal, regional, europaweit und global sehr unterschiedlich*. In den meisten entwickelten Ländern haben die Umweltbehörden Karten des Radonvorkommens veröffentlicht. Diese Karten geben einen Anhaltspunkt, in welchen Gebieten eine erhöhte Radonkonzentration im Boden oder in Gebäuden vorliegt.

* McLaughlin Centre for Population Health Risk Assessment

Radon tritt aus dem Erdboden an die Oberfläche und kann auf verschiedene Wege in Gebäude gelangen. Primär dringt Radon mit der Bodenluft durch undichte Stellen in Gebäude ein (Konvektion) oder diffundiert durch Baumaterial (Diffusion) in diese. Insbesondere durch Fugen, Risse oder Leitungsanbindungen gelangt Radon in Gebäude. In erdbodenberührten Räumen sammelt sich das Gas und kann sich anschließend weiter im Gebäude verbreiten. Eine intakte Abdichtung ist daher essenziell.

Über die Zeit zerfällt Radon und die radioaktiven Folgeprodukte (Polonium, Bismut, Blei) binden sich an Schwebeteilchen wie Feinstaub. Menschen die sich in kontaminierten Gebäudebereichen aufhalten, nehmen Radon schließlich beim Atmen ein. Durch die Atmung können sich die kontaminierten Schwebeteilchen in der Lunge ablagern. In Deutschland sind etwa 5% der tödliche Lungenerkrankungen, wie Lungenkrebs, auf eine erhöhte Radonkonzentration zurückzuführen.

Der Schutz vor Radon ist in Deutschland im Strahlenschutzgesetz und in der Strahlenschutzverordnung geregelt.
Das Gesetz sieht verschiedene Maßnahmen vor, um die Gesundheit von Menschen in Gebieten mit hohem Radon-Vorkommen zu schützen. Detaillierte Schutzmaßnahmen werden von dem deutschen Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) im Radon-Handbuch Deutschland vorgestellt. In dem Handbuch wird die Installation von Dichtbahnen explizit als geeignete Lösung zum Schutz gegen Radon erläutert.

Als Referenzwert für eine hohe Radonkonzentration in Innenräumen ist im deutschen Strahlenschutzgesetz ein Wert von 300 Becquerel pro Kubikmeter festgelegt. Das bedeutet, dass in keinem Kubikmeter des Raums mehr als 300 Radonatome pro Sekunde zerfallen sollten. Um die konkrete Gefahr beurteilen zu können, sollte die Radonkonzentration im Gebäude gemessen werden. Überschreiten die Messergebnisse den Referenzwert, sollten Maßnahmen ergriffen werden, um die Radonkonzentration im Gebäude zu senken. Von Land zu Land unterscheiden sich die Referenzwerte für eine hohe Radonkonzentration. Einen Grenzwert, unterhalb dessen Radon ungefährlich wäre, gibt es nicht. Allgemein gilt: Je länger und je höher die Radoneinwirkung auf den Meschen ist, desto größer ist das Risiko einer Lungenkrebserkrankung. Auch eine leicht erhöhte Radonbelastung kann über Jahrzehnte hinweg das Krebsrisiko nachweislich erhöhen. Laut dem deutschen Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) besteht bereits bei erhöhten Radonbelastungen von 100 Becquerel pro Kubikmeter Handlungsbedarf. Daher sollten erhöhte Radonbelastungen in allen Gebäuden reduziert werden, soweit das mit vertretbarem Aufwand erreichbar ist.

Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt zur Messung der Radonkonzentration den Einsatz von geprüften Exposimetern mit Kernspurdetektoren. Diese Messgeräte sollten in allen Räumen installiert werden, die nicht nur zum vorübergehenden Aufenthalt bestimmt sind. Die Messungen sollten mit einer Radonfachperson geplant und durchgeführt werden. Empfohlen wird eine Messdauer von mindestens einem Jahr bei gleichem Standort des Messgeräts, um verlässliche Ergebnisse zu erhalten. Bei erhöhten Radonkonzentrationen sollte eine Ursachenanalyse der erhöhten Exposition erfolgen in Bezug auf Radonquellen, Eintritts- und Ausbreitungswege.

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Quellen

Bundesamt für Strahlenschutz (2019): Radon-Handbuch Deutschland.
http://www.bfs.de/SharedDocs/Downloads/BfS/DE/broschueren/ion/radon-handbuch.pdf?__blob=publicationFile&v=6.

Zugriff: 07.06.2022.

Radon-Themenseite des Bundesamt für Strahlenschutz.
https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/radon/radon_node.html.

European Regulation 2013/59/Euratom